Kleinstaatenturnier in Larnaka, Zypern
Team Liechtenstein übertrifft Erwartungen deutlich
Am vom 14.-23. November in Larnaka (Zypern) über die Bühne gegangenen Kleinstaatenevent wuchs das Liechtensteiner Team über sich hinaus.
Teamchef Renato Frick gab vor dem auf 9 Runden angesetzten Turnier der Hoffnung Anlass, den vor zwei Jahren auf Jersey erreichten 8. Schlussrang zu toppen. Nach drei Runden grüssten die Liechtensteiner als Sololeader von der Spitze. Es war aber allen klar, dass dies nur eine Momentaufnahme war, da in den kommenden Runden die stärksten Teams aufwarteten. Liechtensteins Spieler Markus Krieger, Andrew Heron, Marcel Mannhart, Renato Frick und Martin Schädler dürfen zu Recht stolz auf ihre Leistungen sein. Mit 2,5:1,5 Abschlusssieg gegen Guernsey in der letzten Runde wuchsen die Liechtensteiner über sich hinaus, was sich im grossartigen 6. Schlussrang widerspiegelte.
Mannschaften wie das starke Malta sowie Jersey, Guernsey und San Marino konnten hinter sich gelassen werden. Der spannende Wettkampf gegen das mit zwei Grossmeistern bestückte Monaco, bei dem Verbandspräsident Markus Krieger ein sehenswerter Sieg mit den weissen Steinen gegen Grossmeister Efimov gelang, endete mit einem erfolgreichen 2:2 Unentschieden. Monaco, das sich im Endeffekt zusammen mit Liechtenstein 9 Mannschaftspunktee erspielte, klassierte sich wegen der besseren Brettwertung vor dem FL-Team. Klar vor Monaco und Liechtenstein erreichte ein stark aufspielendes Luxemburg den 4. Rang.
Das einheimische Team Zypern erkämpfte sich dank mehreren Efforts die wohlverdiente Bronzemedaille. Eine Premiere für die Zyprioten.
Um den Turniersieg entwickelte sich ein äusserst spannendes Wettrennen zwischen den klar stärksten Teams Andorra und den Färöer. Beide Teams waren mit Grossmeistern und Internationalen Schachmeistern bestückt. Das Team Liechtenstein spielte bei der Vergabe des Turniersiegs eine nicht unerhebliche Rolle. In der 7. Runde gegen die Färöer hatten sowohl Andrew Heron als auch Renato Frick eine klare Gewinnstellung auf dem Brett, mussten dann aber ihren wesentlich stärkeren Gegnern zu deren Siegen gratulieren. Dadurch schafften die Färöer es einmal mehr, den prestigeträchtigen Siegerpokal mit ihren jungen und talentierten Spielern in den hohen Norden zu entführen.
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Nendeln, 24. November 2025/RVF